Volvo Penta erweitert Interceptor-System

Volvo Penta hat für das Interceptor-System 300–1050 neue Blattgrößen und zusätzliche Softwareoptionen vorgestellt. Mit diesen Änderungen bietet das System jetzt noch mehr Funktionen und ist für noch mehr Boote erhältlich.

Volvo Penta hat kleinere Interceptor-Blätter von 300 bis 450 mm vorgestellt, sodass das neue Interceptor-System nun in sechs Größen bis 1.050 mm erhältlich ist. Die Erweiterung des Sortiments bedeutet, dass kompakte Boote oder Schiffe mit zwei 4-Liter-Motoren das System ebenso nutzen können wie größere Boote. Die neuen kleineren Blätter können auch zusätzlich zu den größeren angebracht werden. So ergibt sich aus einem Blatt mit 450 mm und einem mit 1050 mm eine Gesamtgröße von 1500 mm. Das eröffnet im wahrsten Sinne des Wortes ganz neue Dimensionen.

Marcus Pettersson, Experte für Produktentwicklung in der Fahrzeugelektronik bei Volvo Penta, sagt: „Die neuen Blattgrößen erweitern die Anzahl der Boote, die mit dem Interceptor-System ausgestattet werden können – von kleineren Booten mit zwei 4-Liter-bis hin zu sehr viel größeren Booten. Für eine Anlage können bis zu vier Blätter in beliebiger Kombination eingesetzt werden. Beide Seiten, Back- und Steuerbord, gelten als Einheit und werden zusammen genutzt.“

Beim Aktivieren des Interceptor-Systems werden die Blätter vertikal in das Wasser abgesenkt und erzeugen einen hydrodynamischen Druck, der dem Heck Auftrieb verleiht. So kommt das Boot schneller in Gleitfahrt und eine optimale Fahrlage. Das Ergebnis: weniger Reibung am Wasser und somit ein geringerer Kraftstoffbedarf für den Vortrieb bei hohen Geschwindigkeiten. Ein geringerer Kraftstoffverbrauch bedeutet natürlich auch geringere Betriebskosten. Die Blätter können separat angesprochen werden, um die Krängung zu steuern. Jedes Blatt ragt bis zu 50 mm aus dem Rumpf hervor.

Neue Software für mehr Möglichkeiten
Für das Volvo Penta Interceptor-System 300–1050 gibt es eine neue Software in drei Versionen:
• Manuell (Standard) zum Trimmen durch den Fahrer.
• Automatische Trimmung und Krängung (Option) zum kontinuierlichen Kompensieren von Wind und Last für das automatische Korrigieren und Optimieren von Trimmung und Krängung.
• Automatik, Trimmung, Krängung und koordinierte Wende (Option) zum automatischen Steuern des Krängungswinkels während einer Wende sowie zum Optimieren der allgemeinen Trimm- und Krängungsfunktionen. Mit der koordinierten Wende bleibt das Boot bei schnellen Wenden so aufrecht wie möglich. Das ist gut für die Sicht nach vorn und den Komfort an Bord.

„Das gesamte System sorgt für eine stabile, sanfte und komfortable Fahrt. Es ist wirklich ganz einfach in der Bedienung“, ergänzt Pettersson. 

Ein Steuergerät mit einfachen Upgrades
Das Interceptor-System ist für einen einfachen Betrieb und eine problemlose Kontrolle in das EVC-System (Electronic Vessel Control) integriert. Die Automatikoptionen nutzen GPS, Ruderwinkel, Motordaten, Gryosensor und einen Beschleunigungsmesser (der die Bewegungsbeschleunigung misst).

Volvo Penta’s interceptor range

Volvo Penta Interceptor

Die Blätter bestehen aus korrosionsfreien Verbundwerkstoffen. Durch die Selbstreinigung wird maritimer Bewuchs reduziert und so die langfristige Funktion gewährleistet. Die Interceptor-Blätter werden normalerweise während des Bootsbaus montiert, aber auch ein nachträglicher Einbau mit Bedienelementen und Zusatzausstattung ist möglich. Die Automatikoptionen können manuell deaktiviert werden. Beim Abschalten des Systems werden die Blätter automatisch eingefahren. 

Andrea Pedersén, Produktmanager für Electronic Vessel Control und Software bei Volvo Penta, sagt: „Das Interceptor-System ist integriert und robust. Es ist ein sehr komplexes System, aber dennoch einfach in der Anwendung. Sie müssen nur einen Knopf drücken, den Rest erledigt das Boot.”

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