ElectriCity geht aufs Wasser – mit Volvo Penta

Auf dem Weg zu einem nahtlosen, flächendeckenden und umweltfreundlichen Pendlernetz für die Bewohner Göteborgs nimmt die Stadt demnächst im Rahmen des Projekts ElectriCity einen Fährdienst in Betrieb, dessen elektrische Antriebe von Volvo Penta stammen.

Das Göteborger Projekt ElectriCity erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Nun soll neben den bereits vorhandenen Elektrobussen der Stadt auch eine vollelektrische Fähre in Dienst gehen. Der elektrische Antrieb für das Schiff wird von Volvo Penta geliefert. Damit folgt das Unternehmen dem erfolgreichen Beispiel seiner Schwestergesellschaft Volvo Buses, die maßgeblich am Projekt ElectriCity beteiligt ist und die Elektrobusse für die Linie 55 im Zentrum von Göteborg sowie die elektrischen Gelenkbusse für die Linie 16 geliefert hat. Die neue elektrisch angetriebene Fähre soll als Vorbild in Sachen saubere Stadtentwicklung fungieren und wird zwischen den beiden Ufern des Göta älv verkehren.

ElectriCity ist ein Gemeinschaftsprojekt von Industrie, Hochschulen und Stadtverwaltung. Das Projekt umfasst die Entwicklung, Erprobung, Umsetzung und Bewertung von Lösungen, die zur Errichtung neuartiger, nachhaltiger und attraktiver Verkehrssysteme beitragen und neue Möglichkeiten für den Personen- und Warenverkehr und die Stadtplanung eröffnen. Die Nutzung elektrischer Energie für ÖPNV-Systeme trägt zur Lösung von Problemen wie Lärm und Luftverschmutzung bei. Zudem senkt sie den Energieverbrauch und reduziert die verkehrsbedingte Belastung des Klimas.

Elektrifizierung von Wasserstraßen
Auf den Wasserstraßen Göteborgs verkehren bereits elektrische Fähren auf Kurzstrecken. Allerdings werden diese Fahrzeuge von dieselelektrischen Maschinen angetrieben. Im Gegensatz dazu handelt es sich bei der ElectriCity-Fähre, für die Volvo Penta den Antrieb beisteuert, um die erste vollelektrische Fähre der Stadt, die zudem längere Fahrten mit mehreren Zwischenstopps absolvieren kann und mit einer Schnellladefunktion ausgerüstet ist.

Die Inbetriebnahme der Strecke ist Teil eines längerfristigen Plans zur Einführung saubererer Fährlösungen und der Errichtung eines maritimen Vorführareals. Städte in aller Welt sind häufig um Wasserwege herum gebaut. Letztlich besteht das Ziel darin, den Straßenverkehr mit einem nachhaltigen Wasserverkehr zu vereinen.

Der Umbau der Fähre Älvsnabben 4 auf einen vollelektrischen Antrieb wird gemeinsam von Volvo Penta und dem zu Transdev gehörenden Verkehrsbetrieb Styrsöbolaget durchgeführt. Dazu muss der Dieselantrieb der Fähre ausgebaut und durch einen mit Batteriestrom gespeisten Elektroantrieb ersetzt werden, dessen Leistung mit dem des Dieseltriebwerks identisch ist, der aber deutlich mehr Drehmoment liefert. Das Aufladen der Batterien wird zunächst nachts erfolgen, und zwar mit Unterstützung eines an Bord befindlichen Generators, der mit hydriertem Pflanzenöl (HVO) betrieben wird.

Die Umrüstung soll Anfang nächsten Jahres beginnen, und Ende 2020 soll die Fähre auf dem Göta älv in Betrieb genommen werden.

„Das Ziel von ElectriCity, den Einwohnern von Göteborg ein weiteres nachhaltiges Nahverkehrsmittel zur Verfügung zu stellen, hat unsere volle Unterstützung“, so Björn Ingemanson, Präsident von Volvo Penta. „Was Elektromobilität betrifft, hat Volvo Penta einen deutlichen Vorteil. Als Teil der Volvo Group haben wir Zugriff auf die technischen Erkenntnisse, die seit vielen Jahren bei der Entwicklung von Elektrobussen für die Stadt Göteborg gewonnen werden, wobei Aspekte wie Sicherheit und Effizienz stets im Vordergrund standen. Jetzt wollen wir diese Spitzentechnologie auch auf dem Wasser nutzen und die Vorteile bewährter Technologie in einen neuen Kontext überführen.“

Sauber. Sparsam. Vernetzt.
Was die Bewältigung von Klima- und Umweltproblemen betrifft, zählt Göteborg zu den fortschrittlichsten Städten der Welt. Im GDS-Index (Global Destination Sustainability) 2019 belegt die Metropole aktuell den ersten Rang. Laufende Initiativen wie der elektrische Fährdienst unter Mitwirkung von Volvo Penta werden früher oder später fester Bestandteil der sauberen Verkehrsinfrastruktur Göteborgs sein.

„Bis spätestens 2035 will Västtrafik den CO2-Ausstoß um 90 Prozent reduzieren. Zur Verwirklichung dieses Ziels bedarf es einer breit angelegten Elektrifizierung all unserer städtischen Dienste. Diese Initiative im Rahmen von ElectriCity ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Wir freuen uns darauf, unser Verkehrssystem um die vollelektrische Fähre von Volvo Penta zu erweitern“, so Camilla Holtet, Entwicklungsleiterin bei Västtrafik.

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Am Projekt ElectriCity sind folgende Partner beteiligt: Volvo Group, Region Västra Götaland, Västtrafik, Stadt Göteborg, Technische Hochschule Chalmers, schwedische Energiebehörde, Gewerbepark Johanneberg, Gewerbepark Lindholmen, Göteborg Energi, Älvstranden Utveckling, Ericsson, Keolis, Akademiska Hus und Chalmersfastigheter.

https://www.electricitygoteborg.se/

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Jennifer Humphrey
Brand, Communication & Marketing
AB Volvo Penta
Tel.: int +46 (0) 31 323 30 55
E-Mail: jennifer.humphrey@volvo.com

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